Mimbacher Szenen auf Leinwand |
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Mimbacher Szenen auf LeinwandWas wäre ein Ort ohne seine Kirche? Zieht man heutzutage durch die Orte ist eines feststellbar: Die Neubausiedlungen sind meist austauschbar, in Reih und Glied stehen symmetrische Gebäude sauber aufgereiht wie auf einer Perlenschnur, mal mit der Seite zur Straße, mal mit dem Giebel, mal schräg, das war’s dann auch schon an Abwechslung. Immer wieder sind es die alten, historischen Ortsteile, die dem Ort das eigentliche Gesicht geben und darüber entscheiden, wie beschaulich er ist. Dies kam auch beim Malersymposium der Deutsch-Französischen Künstlergruppe „Peintres du Plein Air“ in Mimbach zum Ausdruck. Die Künstlergruppe um Max G. Grand-Montagne und Christiane Koeppler hatte sich auf Empfehlung von Landrat Clemens Lindemann in diesem Jahr Mimbach für seine Skizzen und Malerein ausgesucht. Am frühen Samstagmorgen hatten sich die Mitglieder der Gruppe in Mimbach auf Objektsuche gemacht. Immer wieder im Mittelpunkt: Ansichten mit der Mimbacher Christuskirche. Aber auch Szenen im Bereich der alten Mühle oder im neuen Bauerngarten inspirierten die Künstler zu ihren Bildern. Im Gespräch bescheinigten Sie Mimbach übereinstimmend auch einen gewissen französischen Charme, welcher sich nicht verheimlichen ließe. Denn schließlich bereisen die Künstler seit mehr als 10 Jahren Orte entlang der Deutsch-Französischen Grenze und wissen somit auch die Besonderheiten jedes bereisten Dorfes. Ganz französisch gestaltete sich auch der Tagesablauf, so dass man mit einem Frühstück mit typischer Baguette im Bauerngarten begann und zu Mittag durften dann Käse und Rotwein nicht fehlen. Wer zu dieser Zeit vor Ort war, wurde spontan zu Wein und Käse eingeladen und konnte so wunderbar ins Gespräch kommen. Bei der sich am Nachmittag sich anschließenden Ausstellung unter der Hainbuche war den Interessierten so manches „Ah“ und „Oh“ zu entnehmen. Und einige Gemälde blieben auch gleich im Ort. Max G. Grand-Montagne erzählt, dass in Frankreich die Beteiligung der Schulen an solchen Symposien für ihn ganz wunderbar sei. Dort sei dieses Projekt bereits zu einer richtigen Bewegung gekommen. Die Beteiligung in Mimbach ist sicher noch ausbaufähig. Ortsvorsteher Gerd Weinland nutzte den Tag auch, um beispielsweise das alte Schulhaus auf Papier zu bringen und auch die Dorfjugend schaute den Malern gerne über die Schultern. Für den Herbst ist Kooperation mit der Prot. Kirchengemeinde eine Ausstellung der „Peintres du Plein Aire“ in der Mimbacher Christuskirche vorgesehen. (Bericht: Axel Weinland) |