Marcel Adam und Di Fantauzzi zu Gast in Mimbach |
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Vom Maria, em Michel un Annere...Marcel Adam und Di Fantauzzi zu Gast in MimbachMimbach. (axw) Der bekannte lothringische Liedermacher Marcel Adam gastierte auf Einladung der Prot. Kirchengemeinde Mimbach im Rahmen der Jubiläumsreihe „85 Jahre Evang. Kirchenchor“ in der Christuskirche. Zusammen mit Di Fantauzzi, einem wahren Virtuosen am Knopf-Akkordeon, begeisterte er die Zuhörer. Wer Marcel Adam schon mal live erlebt hat, der wurde in seiner Begeisterung für diesen Charmeur und seine Musik wieder einmal bestätigt. Für den, der ihn zum ersten Mal hörte, war es auf jeden Fall ein Erlebnis der besonderen Art an diesem Sonntag in Mimbach. Vom ersten Augenblick an gewinnt Adam die Zuschauer für sich, zieht sie mit seinem unvergleichlichen Charme, seinem Lächeln und seiner warmen Stimme in seinen Bann. Und wie man es von ihm gewohnt ist, erzählt er in lothringer Dialekt nicht nur in seinen Liedern, sondern auch in den Geschichten und Anekdoten dazwischen von seiner Kindheit, von Erlebnissen am Dorfbrunnen oder Begebenheiten bei Auftritten, wie beispielsweise Teddybären ihn zu einem Liedtitel inspirieren. So bezieht er die Zuschauer in seine Lebens-Philosophie ein, bringt sie zum Schmunzeln oder weckt bei dem Ein- oder Anderen Erinnerungen an ähnliche Begebenheiten. Neben seinen eigenen Liedern waren diesmal u. a. Titel von Edith Piaf, Charles Aznavour, Nena, Ina Deter und Hannes Wader zu hören. Eindrucksvoll aber auch ‚Der Clown‘ von Heinz Rühmann. Dabei interpretiert Adam die Lieder auf seine ureigenste Weise, statt sie zu kopieren und verleiht ihnen damit einen besonderen Charme, nämlich seinen eigenen. Sein perfektes Spiel auf Gitarre oder Ukulele unterstreichen dies um so mehr. Was aber sein Partner Di Fantauzzi auf dem Knopfakkordeon zum Besten gibt, das versetzt selbst eingefleischte Kenner in Staunen: Bescheiden und unauffällig sitzt er auf seinem Hocker, verschmitzt lächelnd, gelegentlich ein knapper Kommentar oder einfühlsam die zweite Stimme singend, aber dann fliegen seine Finger nur so über die blitzenden Knöpfe seines Instrumentes, so leicht, so locker, dass das Auge des Zuschauers Schnelligkeit und Leichtigkeit schon nicht mehr folgen kann. Dieser Sonntagnachmittag war Musikgenuss höchster Güte.Bleibt als Wermuts-Tropfen, dass das Ganze, nicht wie geplant im wunderschönen barocken Bauerngarten, sondern in der Christuskirche stattfand, deren Akkustik diesmal dem Zuhörer das Verstehen nicht immer leicht machte. Die Prot. Kirchengemeinde und Marcel Adam hätten etwas mehr Gottvertrauen zeigen dürfen, denn pünktlich mit Konzertbeginn lösten sich selbst die Gewitterwolken in Wohlgefallen auf.(axel weinland)
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